Wohnbau Erlaaerplatz
"In der Wiesen"

Baujahr: 2002
Ort: 1230, Wien
Wohneinheiten: 188
Die städtebauliche Vorgabe der Wohnblockbebauung um einen großen Innenhof wird in seiner Eigenart mittels einer spezifischen Regie von Schichten interpretiert. Analog eine Zwiebel werden schalenförmige Zonierungen von Innen (Hof) nach Aussen (Stadt) vorgenommen.
Der Wohnbau wird hier als Katalysator für urbanes Leben, für eine Schichtung und Verdichtung der Stadt begriffen. Nicht das Gebäude steht im Vordergrund, sondern ein vielschichtiges Quartier, ein horizontales und vertikales Raumkontinuum, das durch seine Bewohner interpretierbar und vielfältigst verwendbar ist.
Die Sadt mit ihren fußläufigen Verbindungen wird in den grünen Innenhof hineingeführt. Diese Freizeit- und Parklandschaft ist somit öffentlicher Teil der Stadt, "gehört" aber schon seinen Bewohnern. Der Hof wird zum urbanen Ausgangspunkt einer halböffentlichen Zone.
Von der "grünen Stadtebene" leiten dann Fußwege nach oben. Die rundumführenden Laubengänge werden zu einer erweiterten halbprivaten Wohnzone. Diese "vertikale Nachbarschaft" wird mit Bäumen und Bänken versehen zu einer Schicht der Kommunikation und Freizeit.
Der vorgeschlagene Typ der Blockbebauung mit Innenhof wird konsequent umgesetzt. Die zentrale Schicht sind die eigentlichen Wohnungen - so nutzungsneutral wie möglich und umringt von Schichten nach innen und außen.
Jede Wohnung ist mit Loggien über ihre gesamte Breite versehen. Es entsteht für die einzelne Familie ein jahreszeitliche "Pufferzone", für den gesamten Wohnblock jedoch eine äußerste und extrovertierte Schicht, die den Menschen die Möglichkeit zur Selbstdartstellung bietet.