Wohnbau Sophie-Scholl-Gasse

Baujahr: 2009
Ort: 1220, Wien
Wohneinheiten: 34

Bauträger: Heimbau
In Zukunft wird es nicht mehr die Aufgabe der Architekten sein, Siedlungen in ihren Einzelheiten zu entwerfen. Vielmehr wird es darum gehen, Strukturen vorzugeben, in denen sich die Siedlung selbst entwickeln kann. Diese Strukturen definieren nur den Rahmen – das Gerüst – und sollten die Voraussetzung für Ordnung im klassischen Sinn bilden. So besteht die Aufgabe nicht darin, für bestimmte Personen ein Gebäude zu entwerfen, sondern ein vorab für unterschiedliche Lösungen entwickeltes Programm auf den Einzelfall anzuwenden.
Dabei ist der sparsame Umgang mit dem Bauland, d.h. die Schaffung hoher Wohnqualität mit größtmöglicher Individualität und Privatheit der Nutzer bei geringem Flächenbedarf ein unabdingbares Ziel.
Das Konzept sieht einen eineinhalbgeschossigen, nicht unterkellerten Reihenhaustyp vor. Jedes Haus enthält drei getrennte Zonen: den Baustein Wohn- und Schlafbereich, den Baustein Nebenräume (die installierten Räume) und den Baustein Innenhof. Eine Kombinierbarkeit der einzelnen Bausteine ist in jeder Form und Anordnung möglich.
Das Ziel ist, baukonstruktiv typisierte, jedoch im Grundriss individuell aufteilbare Häuser zu entwickeln. Ein etappenweiser Ausbau – von der Kleinfamilie bis zur Großfamilie und Einliegerwohnung - d.h. eine zeitliche Gliederung des Bauprozesses ist Teil der Gesamtkonzeption.