Pflegewohnhaus Rudolfsheim


Baujahr: 2015
Ort: 1150, Wien
Betten: 328

Bauträger: GESIBA
Generalplaner: FCP
Freiraumplanung: EGKK
Nutzer: KAV
Der annähernd quadratische Baukörper nimmt mit einer Höhenstaffelung die Topographie des Geländes auf.
Kernpunkt des Entwurfs sind die großen Allgemeinflächen, die sich rund um die Innenhöfe gruppieren - Erschließungsflächen werden dadurch zu Kommunikationsbereichen - zu Marktplätzen mit vielfältigen Aufenthaltsqualitäten (Essplätze, Ruhe- und Rückzugsbereiche, Bewohnergalerien, Inszenierungen, Spielzonen, Geh- Parcours, etc).
Es ergeben sich vielfältige Durchwegungsmöglichkeiten: Spaziergänge können als Rundwege stationsintern und stationsübergreifend geführt werden und bieten abwechslungsreiche Ausblicke in die Gartenhöfe und den Stadtraum.
Ein Raumkontinuum, das sowohl zum Flanieren einlädt, aber auch klar abgegrenzte Bereiche mit Rückzugsmöglichkeiten bietet.
Das Bewohnerzimmer erhält neben der äußeren Loggia auch einen halbprivaten "Vorgarten" – eine innere Loggia. Angegliedert an die Marktplatzfläche kann so jeder Bewohner aus seinem geschützten Bereich unmittelbar am Stationsleben teilnehmen: beobachten, sich am Laufenden halten, die Nachbarin zu sich einladen. Mittels großzügig öffnender Türen lassen sich die Zimmer sowohl zum "Garten" als auch zum "Vorgarten" hin öffnen, sodass aktive und passive Teilnahme am Geschehen direkt aus dem Zimmer ermöglicht wird.
Diese innere Loggia grenzt sich vom Erscheinungsbild klar von den Marktplatzflächen ab und ist nicht Teil der Erschließungsflächen sondern ein privater Bereich, um den sich das Bewohnerzimmer vergrößern lässt und den die Bewohner auch individuell gestalten können.
Jedes Bewohnerzimmer bildet mit der äußeren und mit der inneren Loggia eine Einheit. Dieser Zusammenhang findet sich auch in der Materialität und Ausformulierung wieder (z.B. Holzböden äußere Loggia und innere Loggia).
Im Zentrum des Baukörpers ist in allen Geschossen eine großzügige Verteilerzone situiert. Von diesem zentralen Bereich, der Ausblicke in alle vier Höfe ermöglicht, werden in den Regelgeschossen jeweils zwei Doppelpflegestationen erschlossen.